Die Partner stellten das Mehrwegprojekt vor, das ab April am Münchner Viktualienmarkt zum Einsatz kommt (v.l.): Aaron Sperl (Co-Founder Relevo), Philipp Goos (Geschäftsführung Recup), Florian Blümer (Co-Founder Circle Cube), Edwin Grodeke (Leiter des Kommunalreferats und 1. Werkleiter der Märkte München), Jan Patzer (Head of Sales Recup), Verena Dietl (3. Bürgermeisterin München), Kira Weißbach (2. Werkleiterin der Märkte München) und Can Lewandowski (Geschäftsführung Recup). Foto: Recup
In München startet im April ein neues Mehrwegkonzept von Recup und weiteren Partnern. Das Pilotprojekt auf dem Viktualienmarkt läuft über fünf Jahre und soll Signalwirkung für weitere Städte haben.
Ab April kommt am Münchner Viktualienmarkt das Pilotprojekt „Re-Muc – Ois im Kreis“ zum Einsatz: Dabei handelt es sich um ein Mehrwegkonzept, das laut den Projektpartnern erstmals die bargeldlose Rückgabe von Mehrwegbehältnissen rund um die Uhr an Automaten ermöglicht. Die Stadt München will damit ein Zeichen gegen Einwegmüll setzen und zeigen, wie praktikable Mehrweg-Lösungen für Gastronomie und Konsumenten aussehen können. Das Projekt wird vom Mehrwegsystem-Anbieter Recup sowie weiteren Partnern unterstützt. Das Modell ist laut Ankündigung skalierbar und soll Möglichkeiten für stark frequentierten öffentliche Orte und Verkehrsknotenpunkte öffnen.
An fünf Standorten am Viktualienmarkt können Kunden künftig ihre Recups und Rebowls unabhängig von Öffnungszeiten an Rückgabeautomaten einwerfen und erhalten das Pfand bargeldlos erstattet. Reinigung und Logistik übernimmt zentral der Projektpartner Cup Company, sodass für Markthändler kein zusätzlicher Spülaufwand vor Ort entsteht. Recup stellt die Mehrwegbehältnisse bereit, Relevo die digitale Bestellplattform und Circle Cubes die Automaten. Die Münchner Märkte als Veranstalter diverser Wochenmärkte tragen die Fixkosten für das fünfjährige Pilotprojekt. Die einzelnen Stände der Händler zahlen eine nutzungsabhängige Gebühr pro Mehrwegbehälter.
Recup-Geschäftsführer Philipp Goos freut sicht auf das Projekt in München, das ein starkes Zeichen für Mehrweg und gegen Einwegmüll setze: „Gemeinsam schaffen wir ein Angebot, das Mehrweg für alle einfach macht – die bargeldlose Rückgabe rund um die Uhr am Automaten ist dabei ein echter Gamechanger. Als Münchner Unternehmen sind wir besonders stolz, Teil des Projekts zu sein und unsere langjährige Erfahrung als Deutschlands größtes Mehrwegsystem einzubringen.“
Edwin Grodeke, Leiter des Kommunalreferats und 1. Werkleiter der Märkte München, betont: „Das Prinzip der Automatenrückgabe kennen die Menschen bereits von den Pfandflaschen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass diese Lösung funktioniert. Ein innovativer Beitrag zum Münchner Ziel, ‚Zero-Waste-City‘ zu werden.“
Mit „Re-Muc“ übernehme die bayerische Landeshauptstadt eine Vorreiterrolle und vereine auf einem der größten und bekanntesten Lebensmittelmärkte Deutschlands Tradition mit Innovation, sind die Beteiligten überzeugt. Ziel sei es aufzuzeigen, wie Mehrweg nicht nur gesetzliche Anforderungen erfüllen, sondern auch den Alltag für Gastronomen und Konsumenten erleichtern könne. „Solche Lösungen sind entscheidend, um Einwegmüll zu vermeiden und Mehrweg flächendeckend zu etablieren – in München und darüber hinaus“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Denn das Mehrwegkonzept mit Rückgabeautomaten habe Potenzial für weitere Einsatzbereiche: von Wochenmärkten und Veranstaltungsorten bis hin zu Bahnhöfen und Flughäfen.