Sören Nolte

10 Januar, 2022

Dehoga: Viele Gastronomen in Not

Die aktuelle Umfrage des Dehoga zeigt erneut starke Umsatzeinbußen im deutschen Gastgewerbe: Im Vergleich zu 2019 brach der Umsatz im Dezember um die Hälfte ein, für das Gesamtjahr 2021 nennt der Verband einen Rückgang von durchschnittlich 41 Prozent.

Von „katastrophalen Umsatzverlusten“ im für das Gastgewerbe besonders wichtigen Weihnachts- und Silvestergeschäft berichtet der Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) in einer aktuellen Mitteilung. Wie eine Umfrage unter Verbandsmitgliedern ergab, brach der Umsatz in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um die Hälfte ein. Bereits im November betrug der Umsatzverlust 34 Prozent. Laut der Umfrage sehen 55 Prozent der Gastro-Unternehmer in Betrieb derzeit in seiner Existenz gefährdet.

Verantwortlich für die erheblichen Umsatzverluste macht der Verband die seit Wochen geltenden 2G- oder 2G-Plus-Zugangsregelungen, Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungsverbote, Sperrzeitregelungen sowie Schließungen von Clubs und Discotheken. „Die Verschärfungen bei den Corona-Regeln treffen die Branche erneut sehr hart“, betont Dehoga-Präsident Guido Zöllick Anfang Januar.

Mitarbeiter und Veranstaltungen fehlen

Gemäß der Verbands-Umfrage beläuft sich der Umsatzrückgang für das Gesamtjahr 2021 im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 auf durchschnittlich 41 Prozent. Zu den aktuell größten Herausforderungen zählen die Unternehmer laut Umfrage Einschränkungen durch Verordnungen (77 %), Absage von Veranstaltungen (64 %), fehlende Nachfrage (60 %), Mitarbeitergewinnung (44 %) sowie nicht ausreichende Hilfen (34 %).

An der Umfrage des Dehoga-Bundesverbandes zur wirtschaftlichen Lage beteiligten sich in der Zeit vom 3. bis 6. Januar 2022 9.300 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland.

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